veröffentlicht am 07.09.2021

Greenpeace-Analyse:

Verraten und verkauft - Naturzerstörung durch Greenwashing unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit

In einer neuen, von der Journalistin Kathrin Hartmann verfassten Analyse zeigt Greenpeace auf, dass Instrumente für globalen Naturschutz, die bisher von vielen als zentral verkauft wurden, gescheitert sind. Zertifizierungen, CO2-Kompensation und die Errichtung von Naturschutzgebieten konnten weder das Artensterben, noch die Klimakrise wirksam bekämpfen.

Zertifikate wie das Gütezeichen FSC für Holz oder RSPO für Palmöl täuschen Nachhaltigkeit vor, obwohl damit ausgezeichneten Konzerne bzw. ihre Zulieferer nachweislich illegal Wälder roden. CO2-Kompensation oder sogenanntes Offsetting ermöglicht Konzernen, sich von Umweltschäden freizukaufen. So wird Umweltverschmutzung schöngerechnet, anstatt konsequent Treibhausgase zu reduzieren und das Klima zu schützen.

Was es statt dieser Scheinlösungen wirklich braucht, sind ein konsequentes globales Waldschutzgesetz, sowie ein Meeresschutzgesetz und ein Lieferkettengesetz.

„Das Artensterben ist eine der größten und weitreichendsten Krisen unserer Zeit: Weltweit sterben täglich 150 Arten aus. Gebrochene Versprechen, Greenwashing von Konzernen und falsche Lösungen wie profitorientierte Zertifikate konnten und können diese Krise nicht aufhalten“

Ursula Bittner, Greenpeace-Wirtschaftsexpertin

Die gesamte Analyse kann hier nachgelesen werden: Verraten und verkauft - Naturzerstörung durch Greenwashing unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit

Zusammenfassung der Analyse: Factsheet



Weiterführende Literatur zu den Themen:

Zertifizierungen

Offsetting

Festung Naturschutz (Fortress Conservation) und Indigene:

EU Gesetz für globalen Waldschutz

Weiterführende Informationen und Zahlen: